Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt (von den Privatkassen als
gemischte Krankenanstalt) und auch beihilfefähig.
Laut dem Bundesministerium für Gesundheit haben alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung jetzt sogar selbst aussuchen können. Den Originaltext finden Sie hier: http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st.
ÜBERTRAGUNGSSCHMERZ
(Re ferred Pain)
Grundsätzlich kann ein Schmerz in drei Formen auftreten:
Nozizeptorschmerz
- Diese Schmerzart liegt am häufigsten vor. Dabei entsteht der
Schmerz da, wo
er auch empfunden wird. Die schmerzauslösende körperliche Störung oder
Schädigung wird im betroffenen Körperbereich mit Hilfe eines sog. Rezeptors
dem Nervensystem sozusagen "aufgeschaltet" und dann an das Gehirn
weitergeleitet. Je nach Art des zu registrierenden Reizes unterscheidet man
z.B. Chemo-, Thermo-, Baro-
(= den Blutdruck betreffender),
akustische oder taktile
(= den Tastsinn
betreffender) Rezeptoren.
Nervenschmerz,
auch als neuropath ischer oder
fortgeleiteter Schmerz
bezeichnet - Bei dieser Schmerzart entstehen die
Schmerzen nicht
dort wo sie empfunden werden. In diesem Falle ist das schmerzleitende System
selbst gestört oder geschädigt, es liegt sozusagen ein „Ner veneigenschmerz“ vor. Ein
Nervenschmerz hat also keine
Warnfunktion mehr hinsichtlich einer örtlichen Sch
merzursache. Ein Nervenschmerz
betrifft sowohl das zent
rale
(= Gehirn und
Rücken
mark betreffende)
als auch das periphere
(= nicht im Gehirn oder
Rückenmark befindliche)
Nervensystem. Es liegt in der Regel ein
chronischer Schmerz (=
länger als sechs Monate anhaltender)
vor.
Übertragungsschmerz (engl.
Refe rred pai
n) - Auch bei dieser Schmerzart
entsteht der Schmerz nicht dort wo er empfunden wird. So können z.B.
Affektionen (=
Störungen, Erkrankungen) der
inneren Organe über Reflexzonen, auch als Head`sche Zonen bezeichnet, auf
die zugehörigen Dermatome
(= von 1 Nerven versorgte
Hautsegmente) an der
Körperoberfläche übertragen und dann auch dort empfunden werden. So
projizieren z.B. Erkrankungen der Speiseröhre und auch der
Bauchspeicheldrüse
Schmerzen
in die
Brustwirbelsäule,
Gallenerkrankungen bzw. Erkrankungen des oberen Verdauungstraktes können auf
diese Weise zu rechtsseitigen
Schulterschmerzen,
Affektionen
(=
Störungen, Erkrankungen) des Herzens zu einem linksseitigen
Schmerz in der
Schulterregion und
Unterleibserkrankungen zu
Kreuzschmerzen
führen.
Die Ursache für einen Übertragungsschmerz liegt vermutlich in der Konvergenz
zwischen somatischen (den mehr äußeren Körper betreffenden) und
viszeralen (die Eingeweide betreffenden) schmerzleitenden
Nervenfasern (nozizepzive Afferenzen) im Rückenmark. Dadurch werden
Schmerzen, welche von den Eingeweiden kommen, auf bestimmte Hautareale (Head-Zonen)
projiziert.
Mit den Head`sche Zonen alleine
ist allerdings ein solcher Übertragungsschmerz
bzw. ein solches Über
tragungsphänomen nicht immer zu erklären.
So ist z.B. bekannt, daß Herzerkrankungen linksseitige
Unterkieferschmerzen
und/oder auch linksseitige
Armschmerzen
bewirken können.
Das Reflexsystem der Head`sche
Zonen kann therapeutisch hilfreich sein, sozusagen in Form einer "Umkehr" des
Übertragungsschmerz
es.
Bei
Bauchschmerzen
(z.B.
Reizdarmsyndrom,
Reizkolon oder
allgem.
Darmschmerzen, aber
auch bei Pankreatitis
(=
Bauchspeicheldrüsenentzündung)) werden am Leib
Triggerpunkte gesucht und dann mit einem lang wirkenden, örtlichen
Betäubungsmittel unterspritzt. Im zugehörigen Organ bzw. Organabschnitt kommt es
daraufhin zu einer Entkrampfung und auch Durchblutungssteigerung, die u.a. jeder
entzündlichen Schmerzursache (z.B.
Morbus Crohn,
Colitis ulcerosa,
Pankreatitis) kausal
(= ursächlich) entgegenwirkt.
Als nächst höhere Therapiestufe bietet sich eine vorübergehende (z.B. 8-10 Tage
lang)
kontinuierliche, epidurale Blockade
(=
rücken
mark
nahe)
Blockade) mit Katheter
(= dünner Kunststoffschlauch)
an. Der entkrampfende und auch durchblutungssteigernde Effekt ist bei dieser
Methode noch ausgeprägter.
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Aktualisiert:>20.05.2008</>
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